18.10.01

Zug schleifte Auto 120 Meter weit mit

18.10.01

Unfall auf der B 56 - Tod am Bahnübergang: Zug erfasst Auto

24.08.01

Bombensuche legt Zugverkehr lahm

02.08.01

Am Bahnsteig ist für Rollstuhlfahrer Endstation

16.01.01

Verkehrsunfall in Swisttal-Odendorf


Zug schleifte Auto 120 Meter weit mit

Datum: 18.10.01

Quelle: General-Anzeiger (Michael Hochheuser)

Polizei: 74-Jährige stirbt nach Zusammenstoß am Bahnübergang zwischen Odendorf und Kuchenheim. Die Frau hat offenbar das Warnblinklicht übersehen. Die Schranke schlug aufs Wagendach.

SWISTTAL/EUSKIRCHEN. Tödlich verletzt wurde gestern eine 74-jährige Autofahrerin aus Monschau bei einem Zusammenstoß mit einem Personenzug. Aus Richtung Kuchenheim kommend, wollte die Frau gegen 9.10 Uhr mit ihrem Wagen den Bahnübergang auf der B 56 zwischen Kuchenheim und Odendorf queren und übersah laut Polizei offensichtlich das Warnblinklicht. Der Lokführer konnte die Kollision mit dem auf den Gleisen stehenden Auto trotz Notbremsung nicht verhindern. Der Zug erfasste das Fahrzeug und schleifte es 120 Meter weit mit. Wie eine Zeugin aussagte, senkten sich die Halbschranken bereits und berührten das Wagendach. „Es ist noch unklar, ob die Frau dann auf den Gleisen anhielt oder ihren Wagen abwürgte“, sagte Andreas Nolden von der Euskirchener Polizei.
Polizisten, Feuerwehrleute und Notarzt eilten zum Unfallort. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Zufällig war ein 20-köpfiger Dokumentationstrupp des Bundesgrenzschutzes in der Nähe, der gerade eine Übung machte. Die Beamten zeichneten den Unfallhergang auf, Mitarbeiter des Bundesamts für den Eisenbahnverkehr in Bonn untersuchten die Schranke. „Wir die Funktionsfähigkeit der Eisenbahnanlage überprüft“, erläuterte Mark Wille, Pressesprecher des Bundesamts. Es gebe zwar ein Warnsystem, wenn eine Schranke sich nicht schließen lasse. Das löse bei heranfahrenden Zügen eine Zwangsbremsung aus. Wenn ein Auto eine Schranke berühre, gebe es allerdings kein automatisches Bremssystem. Unterschiedlich lang sei je nach Beschaffenheit des Übergangs die Mindestzeit, die zwischen dem Schließen der Schranke und dem Passieren des Zuges vergehen muss.
Laut DB-Sprecher Manfred Pietschmann war der Zug mit etwa 100 Stundenkilometern unterwegs. An dem Bahnübergang gebe es eine Vorblinkzeit von zwölf Sekunden, weitere fünf Sekunden dauere es, bis die Schranken schlössen, noch einmal zehn Sekunden, bis der Zug komme. „Manche Leute erstarren in so einer Situation“, vermutet Pietschmann als Grund, warum die Frau ihr Auto nicht verlassen hat. Allgemein seien Unfälle an Bahnübergängen rückläufig, die Bahn tue „alles, um Gefahrenstellen zu entschärfen. In 99 Prozent der Fälle sind Fehler der Verkehrsteilnehmer Grund für den Unfall.“ Der Lokführer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert. Den Pkw ließ die Staatsanwaltschaft Bonn für eine eventuelle technische Untersuchung sicherstellen. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden gesperrt. Schon 1992 war es am selben Bahnübergang zu einem schweren Unfall gekommen. Damals erfasste ein Zug einen Krankenwagen im Einsatz. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen.






Unfall auf der B 56 – Tod am Bahnübergang: Zug erfasst Auto

Datum: 18.10.01

Quelle: Kölnische Rundschau (Michael Schwarz)

Kuchenheim/Odendorf. Hatte die 74-Jährige das rote Signal nicht gesehen?

Hatte die Monschauerin es so eilig, dass sie schnell noch versuchte, den Bahnübergang zu überqueren, obwohl sich die Halbschranke bereits senkte?
Fragen, die wohl nie vollständig beantwortet werden. Denn die Autofahrerin, die gestern Morgen um 9.08 Uhr die Schienen auf der Strecke zwischen Kuchenheim und Odendorf passieren wollte, und dabei von einem Zug erfasst wurde, war auf der Stelle tot.
Von einem Zug des Typs "Talent" erfasst, wurde sie in ihrem Wagen noch rund 120 Meter weiter über die Schienen geschleift, bevor ihr Auto total zerstört zum Stillstand kam. Wie konnte es zu dem Unglück kommen?
Laut Deutscher Bahn AG habe die Frau trotz der blinkenden Signale noch Gas gegeben, um die Gleise zu überqueren. Erst als sie gemerkt habe, dass die Schranke sich senkte, sei sie in die Bremsen gestiegen. Doch kurz darauf fiel die Schranke auf das Auto, wenig später sei sie dann von dem Zug erfasst worden.
Davon bekamen die rund 50 Fahrgäste des "Talents" Nr. 11717, der planmäßig um 9.01 Uhr in Euskirchen abfuhr und um 9.37 Uhr in Bonn ankommen sollte, nicht viel mit.
Unter ihnen war auch der ehemalige Chef der Kreissparkasse Euskirchen, Hans Bösch: "Es gab einen Bumms. Wir wussten aber erst nicht, was los war. Dann kam die Durchsage des Zugführers: Es habe einen Unfall mit Personenschaden gegeben, ob Ärzte im Zug seien." Zusammen mit den anderen Fahrgästen wartete Bösch nach dem Unfall auf einen Bus, den die Deutsche Bahn AG einsetzte, um die Passagiere an den gewünschten Zielort zu bringen.
Während für die Autofahrerin jede Hilfe zu spät kam, kümmerten sich die Notdienste aus den Kreisen Euskirchen und Rhein-Sieg um den Lokführer. "Er hat einen Schock erlitten", erklärte gestern DB-Pressesprecher Manfred Ziegerath.
Für solche Fälle habe das Unternehmen eigens einen Psychologischen Dienst, was allein schon wegen der zahlreichen Selbstmorde und Selbstmordversuche auf Schienen nötig sei: "Das wahre Opfer ist dann immer der Zugführer", so Ziegerath. Nicht weniger als drei Personen begingen statistisch jeden Tag auf den Schienen in Deutschland Selbstmord, so der Bahnsprecher. "Im August waren es allein in Nordrhein-Westfalen 29, im September 25 und in den ersten
Oktobertagen zirka 15."
Doch für ein solches Vorhaben gibt es beim gestrigen Unglück keine Anhaltspunkte. "Es war ein Straßenverkehrsunfall, an dem ein Zug der Deutschen Bahn AG beteiligt war", so Bahnsprecher Ziegerath, den Begriff "Zugunglück" vermeide er bewusst. Auch dem Lokführer seien keine Vorwürfe zu machen: Er sei vorschriftsmäßig an dieser Stelle nicht schneller als 100 Stundenkilometern gefahren. Die Bahnstrecke war bis 11.28 Uhr gesperrt.






Bombensuche legt Zugverkehr lahm

Datum: 24.08.01

Quelle: General-Anzeiger

Arbeiten am Odendorfer Bahnhof - Neuer Fahrplan

Swisttal-Odendorf. (ksa) Wegen Kampfmittelräumarbeiten und späterenSanierungsarbeiten an der Bahnstrecke Bonn - Rheinbach - Euskirchen, die am Sonntag, 26. August, beginnen und bis zum 11. November andauern, gibt es Ausfälle im Fahrplan. Am Sonntag zwischen 5.30 und 21 Uhr ist der Streckenabschnitt zwischen Rheinbach und Euskirchen komplett gesperrt.
Stattdessen fahren Busse im 30-Minuten-Takt. Sie halten in den Bahnhöfen Rheinbach, Odendorf, Kuchenheim, Zuckerfabrik und Euskirchen. Von Montag, 27. August, bis Sonntag, 11. November, steht im Bahnhof Odendorf nur ein Gleis zur Verfügung. Dies hat Konsequenzen für den Fahrplan der Deutschen Bahn.
So kommt es werktags zum Ausfall von zwei Zügen auf der Strecke Euskirchen-Rheinbach: Ab Euskirchen, 6.46 Uhr und 15.06 Uhr. Außerdem in Gegenrichtung von Rheinbach nach Euskirchen: Ab Rheinbach 9.27 Uhr, 18.57 Uhr und 19.27 Uhr. Wochentags fallen zwischen Rheinbach und Euskirchen die Züge ab Bonn um 6.06 Uhr und 06.36 Uhr aus.






Am Bahnsteig ist für Rollstuhlfahrer Endstation

Datum: 02.08.01

Quelle: General-Anzeiger (Jürgen Schüren)

Hans-Peter Spranger kommt in Odendorf nicht in den Zug - Der Wagenboden ist zu weit von der Bahnsteigkante entfernt - DB sieht keine andere Lösung: Zug könnte sonst bei der Einfahrt anecken


Hinweisschilder zeigen Rollstuhlfahrern am Odendorfer Bahnhof den Weg zum Bahnsteig. Für Hans-Peter Spranger ist dort bereits Endstation. Der Odendorfer, der halbseitig gelähmt ist, kommt mit seinem Elektrorollstuhl nicht in den Talentzug. Denn zwischen Bahnsteigkante und Waggonboden liegen rund 30 Zentimeter Luft. Vor einem ähnlichen Problem steht er am Rheinbacher und am Bonner Bahnhof. Beim Aus- oder Einsteigen müsste er dort einen Höhenunterschied von mehr als 20 Zentimetern überwinden.
"Wenn man als Rollstuhlfahrer mit der Bahn fahren will, sieht man alt aus - man kommt nicht mit", sagt Spranger. Fernreisen seien zwar kein Problem. Dann ruft er beim Bonner Bahnhof an und bestellt eine fahrbare Bühne. Damit heben Bahnmitarbeiter den 51-Jährigen mitsamt Rollstuhl in den Waggon. Doch von Odendorf nach Bonn mit dem Zug zu fahren, ist für Spranger kaum möglich. Auch zu seinen Arztterminen in Rheinbach kommt er nicht mit der Bahn. Der Grund: Während die Bahnsteigkante in Odendorf zu weit vom Zugboden entfernt ist, liegt sie in Bonn und Rheinbach zu niedrig. Ein Behinderter in einem Rollstuhl ohne Motor käme vielleicht in den Zug hinein, wenn ihm eine Begleitperson hilft. Mit seinem 120 Kilogramm schweren elektrischen Rollstuhl kann Spranger diese Hindernisse jedoch nicht überwinden.
"Der Abstand zwischen Bahnsteigkante und Zug lässt sich in Odendorf nicht weiter verringern, wenn man nicht mit dem Fahrzeug anecken will", erläutert Torsten Nehring von der Pressestelle der Deutschen Bahn AG in Düsseldorf. Gemeint sind die Talent-Züge. "Die Fahrzeuge fahren nicht gerade, sondern schwanken hin und her", beschreibt Nehring die Bewegungen der Züge während der Fahrt. Dass die Passagiere am Rheinbacher Bahnhof beim Ein- und Aussteigen einen Höhenunterschied von gut 20 Zentimetern überwinden müssen, hat laut Nehring folgenden Grund: "Der Bahnsteig und der Zug sind nicht so kompatibel, wie man sich das vorgestellt hat." Die eine Entwicklung habe die andere überholt, so der Bahnsprecher.
Dass es anders geht, will die Bahn beim geplanten Bahnhof Rheinbach-Ost zeigen. Die Bahnsteige sollen dort die gleiche Höhe haben wie der Zugboden. Für den Rheinbacher Bahnhof gibt es vorerst keine Abhilfe. "Die Bahnsteige in Odendorf und Rheinbach sind gerade erst gemacht worden", so Nehring. Wenn sie verändert würden, müsste die Bahn womöglich Fördermittel zurückzahlen. Auch andere Züge kämen nicht in Frage. Es gebe zwar einen doppelstöckigen Wagen, bei dem ein Teil des Bodens ausfahre und so den Einstieg ermögliche. "Der Vorgang dauert aber so lange, dass der längere Halt den Fahrplan durcheinander bringen würde", so Nehring.
"Wir können nicht jede Person befördern", bittet Nehring um Verständnis. Er empfiehlt Spranger, sich an einen Hilfsdienst zu wenden, der ihn mit einem behindertengerechten Fahrzeug transportiere. Auf diese Möglichkeit macht auch Armin Schürings, Leiter des Bahnhof-Managements in Bonn, aufmerksam. Fahrgäste mit einer Behinderung könnten sich unter (0 18 03) 51 25 12 an die Mobilitätszentrale der Bahn wenden. Dort werde geprüft, ob Bahn-Mitarbeiter den Passagieren beim Einsteigen helfen können. "Dass jemand beim Aussteigen hilft, können wir jedoch nicht gewährleisten", erläutert Schürings. Er bittet die Betroffenen, sich gegebenenfalls an eine karitative Einrichtung zu wenden.
Spranger will jedoch nicht von einem Hilfsdienst abhängig sein. Stattdessen legter die Strecke zu seinem Arzt in Rheinbach lieber mit seinem elektrischen Rollstuhl zurück und ist bei Wind und Wetter pro Fahrt rund eine Stunde unterwegs.





Verkehrsunfall in Swisttal-Odendorf

Datum: 16.01.01

Quelle: Pressestelle Polizei Bonn

PKW-Fahrer entfernte sich vom Unfallort

Am 16.01.2001, gegen 20.00 Uhr, beobachteten Zeugen, dass ein zunächst unbekannter PKW-Fahrer, der die Odinstraße in Swisttal-Odendorf in Fahrtrichtung Orbachstraße befuhr, den Aussenspiegel eines geparkten PKW beschädigte. Da er anschließend, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, davonfuhr, alarmierten sie die Polizei.

Auf Grund der Zeugenaussagen gelang es einer Streifenwagen-besatzung der Polizeiwache Rheinbach nach umfangreichen Ermittlungen den Halter des geflüchteten PKW ausfindig zu machen. Da die Atemluft des 65-jährigen nach Alkohol roch, ordneten die Beamten, nachdem ein Alco-Test einen Wert von 1,8 Promille ergeben hatte, eine Blutprobenentnahme an. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt, eine entsprechende Verkehrsunfallanzeige gefertigt.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf ca. 500 DM.