Keine Unterführung zum Gewerbegebiet

Datum: 27.08.2003

Quelle: Blickpunkt

ODENDORF. Bahnhof Odendorf / Abgespeckte Planung
Die schönen Pläne, die die Swisttaler seit 1996 für die Gestaltung des Odendorfer Bahnhofs und seines Umfeldes verfolgt hatten, können nur noch in extrem abgespeckter Form realisiert werden. Wichtigster Faktor: Es wird keine Unterführung den Ortskern mit dem Gewerbegebiet verbinden.
Was übrig bleibt, ist lediglich eine Fußgängerbrücke und ein Zuweg zum zweiten Gleis auf der gegenüber liegenden Seite. Das steht fest, seit die Bezirksregierung im Oktober 2002 mitteilte, dass die Maßnahme nicht ins Förderprogramm 2002 bis 2006 aufgenommen wird, und eine Förderung zu einem späteren Zeitpunkt fraglich sei. Die Bahn informierte darüber hinaus im Februar 2003, dass der bisher geplante Umbau der Gleisanlagen im Bereich des Odendorfer Bahnhofs reduziert werde und folglich der Bau einer Unterführung nicht für notwendig gehalten werde.
Entgegen ursprünglicher Planung, soll das zweite Gleis nur noch zum Ausweichen dienen, so dass dort nur vier Züge täglich in den Spitzenzeiten morgends und abends halten, alle anderen wie bisher auf dem „Haus-Bahnsteig“. Das erklärte Swisttals Bürgermeister Maack beim Ortstermin mit der Beigeordneten Petra Kalkbrenner und Bauamtsleiter Hans Thelen.
Diskutiert wird derzeit, wie sich dasWartehäuschen in Zukunft verwenden lässt, das die DB Immobilien der Gemeinde Swisttal zum Kauf angeboten hat. „Wir haben allerdings schon gesagt, dass wir es am liebsten zum Nulltarif hätten“, erklärte der Bürgermeister.
In dem Gebäude gibt es einen Warteraum und ein Stellwerk, das die Bahn nach dem Umbau aber in kleinerer Form auf die jenseitige Gleisseite verlegen will. Der Warteraum soll den Bahnreisenden möglichst erhalten bleiben, wie Bürgermeister und Ortsvorsteher Willi Kümpel sich einig sind. „Und die Belebung des Bahnhaltepunktes ist ein wichtiger Infrasturktur-Faktor“, erklärte Bürgermeister Eckhard Maack. „Er spielt in unseren städtebaulichen eine große Rolle.
Der Rat muss das jetzt entsprechend gewichten und überlegen, was man mit dem Gebäude machen könnte“.