Behörden sollen neu entscheiden

Datum: 22.05.2003

Quelle: Kölnische Rundschau

Swisttal-Essig. Fraktionen wollen Entschärfung der gefährlichen Kreuzung in Eissig.
Es muss etwas geschehen, um den Kreuzungsbereich B 266 und L 11 in Höhe Essig sicherer zu machen. Da waren sich alle Fraktionen einig in der jüngsten Sitzung des Swisttaler Planungs- und Verkehrsausschusses. Allerdings fand der vor dem Hintergrund des tödlichen Unfalls am 16. April dieses Jahres gestellte Antrag der SPD keine Mehrheit. Darin ging es noch mal um den Bau eines Kreisverkehrs.
Grund für die Ablehnung: „Der Bau eines Kreisels ist erst vor drei Jahren abgelehnt worden“, so Essigs Ortsvorsteher Dieter Trammer. Gefordert werden sollen allerdings kurzfristig stationäre Geschwindigkeitskontrollen in Form so genannter „Starenkästen“. Als nicht nachvollziehbar bezeichnete die SPD die damalige Begründung von Straßenbaulastträger, Polizei und Straßenverkehrsbehörde für die Ablehnung eines CDU-Antrags, in dem für den Kreuzungsbereich ein Konzept gefordert worden war. Das Unfallgeschehen sei an dieser Stelle „unauffällig“ und habe sich sogar gebessert. Allerdings hätten die Behörden damals laut Swisttaler Gemeindeverwaltung nicht ausgeschlossen, „bei einer neuen auffälligen Unfallsituation“ noch einmal neu zu entscheiden. Deshalb soll Bürgermeister Maack jetzt bei den Straßenbaulastträgern von Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Euskirchen auch Informationen einholen über Unfälle und Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen sowie über Erfahrungen mit Verkehrskreiseln. (sax)