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Der
Polizei-Beruf ist ein besonderer Bürger-Dienst Swisttal.
Unter Teilnahme zahlreicher Persönlichkeiten aus dem
öffentlichen Leben, vieler Bürger und 300 Eltern,
Verwandten beziehungsweise Freunden wurden in der Odendorfer
Pfarrkirche St. Petrus und Paulus 110 Berufsanfänger für
den Polizeidienst im Bundesgrenzschutz (BGS) feierlich
vereidigt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom
Grenzschutzorchester Berlin, der tags darauf noch in Heimerzheim
ein Benefizkonzert zu Gunsten der Swisttaler Sozialarbeit gab.
Auch diese 110 neuen Dienstanfänger, so ein Hinweis aus dem
BGS, seien im unmittelbaren Zusammenhang mit dem
Sicherheitspaket der Bundesregierung nach den Terroranschlägen
vom 11. September 2001 zu sehen. Schon im Januar, April und
September dieses Jahres waren zusätzliche
Dienstanfänger-Kontingente eingestellt
worden. Im Monat November kommen noch einmal 53
Dienstanfänger hinzu. An der Vereidigungsfeier nähmen
die Spitzen des Bundesgrenzschutzes teil, angefangen von
Abteilungsleiter Bundesgrenzschutz im Bundesinnenministerium in
Berlin, Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Kass (für ihn
als Odendorfer Bürger war der Freitagvormittag ein
vorgezogenes Heimspiel), der Präsident des
Grenzschutzpräsidiums West, Mathias Seeger sowie der neue
Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums in Heimerzheim,
Polizeidirektor Christian Drews. Letzter wird übrigens am
27. November offiziell in sein Amt eingeführt. Den
Dienstanfängerinnen und -anfängern sowie deren Eltern
wurde in den Ansprachen vor Augen geführt, dass sie sich
für einen vielseitigen und interessanten, aber auch höchst
verantwortungsvollen Beruf entschieden hätten. Der
Grenzschutz sei eine bundesweite Behörde mit
anspruchsvollen Aufgaben an den Grenzen, im Bahnpolizei- und
Sicherheitsdienst in den Verkehrsflughäfen sowie für
große Polizeieinsätze bei Demonstrationen,
Staatsbesuchen und Castor-Transporten. Darüber hinaus
werden Grenzschutzbeamte im Ausland eingesetzt. So befänden
sich zur Zeit 3500 Polizisten aus den EU-Mitgliedsstaaten, und
so auch BGS-Beamte, in Auslandseinsätzen unter anderem in
Bosnien-Herzogewina und im Kosovo. Ministerialdirektor Dr.
Kass richtete zum Abschluss einer Ansprache ein persönliches
Wort an die 110 Dienstanfänger: Ihr Beruf ist ein
Dienst am Bürger. Es geht um die Sicherheit des Bürgers,
umd die Einhaltung von Recht und Gesetz im Interesse des
Bürgers. Der Staat verleiht dem Polizeibeamten dazu
notfalls sogar das Gewaltmonopol. Wir müssen uns also immer
wieder vor Augen führen: Der Polizeibeamte ist für den
Bürger da. Er ist auf den Respekt, die Achtung und die
Akzeptanz des Bürgers angewiesen. Adressat und Ziel allen
polizeilichen Handelns ist der Bürger. Im
Zusammenhang mit der Ausbildung von Dienstanfängern des
Bundesgrenzschutzes in Heimerzheim noch ein interessanter
wirtschaftlicher Faktor für die Region: Mit dem Aus- und
Fortbildungszentrum stünde durch die in Heimerzheim
stationierten und auszubildenden Dienstanfänger jährlich
eine Kaufkraft von gut und gern 1,7 Millionen Euro für die
Region zur Verfügung, denn jeder Dienstanfänger
verfüge über ein Nettoeinkommen von rund 770 Euro
monatlich.
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