Odendofer Partnerschaft nach Hochkirch

Datum: 09.10.02

Quelle: Swisttal Echo Nr. 41/2002

Schüler schreiben sich gegenseitig über ihren Alltag
Swisttal-Odendorf.
Mit „Guten Morgen, Herr Bürgermeister“, wurde Eckard Maack von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a der Odendorfer Grundschule „Am Zehnthof“ freundlich begrüßt. Sie wollen dem Bürgermeister ihre Briefe an die Partnerschule in Hochkirch zeigen und berichten, wie weit die Patenschaft mit den dortigen Kindern schon gediehen ist. Im Osten Sachsens, nahe der polnischen Grenze und rund 800 Kilometer von Swisttal entfernt, liegt Hochkirch und die Schulkinder hatten zunächst Mühe, diesen kleinen Ort überhaupt auf einer Landkarte zu entdecken. Aber schließlich gibt es ja auch Computer und der 10-jährige Rene hat dort so lange gesucht, bis er fündig geworden ist.
Der Bürgermeister war für diesen Termin bestens präpariert, griff gleich zu einem Stück Kreide und zeichnete den Kindern das Dreiländereck Polen, Tschechei und Deutschland mit den Städten Dresden, Bautzen und schließlich Hochkirch an die Schultafel und erzählte dabei sehr interessant von den schlesischen Kriegen um den „Alten Fritz“.
Rektorin und Klassenlehrerin Dorothee Teschke hatte bereits 1992 die ersten Kontakte nach Hochkirch geknüpft. Bei einem Besuch mit ihren Schülerinnen und Schülern im Rathaus Ludendorf kam die Idee, die Partnerchaft über die Schulen weiter zu beleben. Auch wenn dies zu Anfang etwas schwierig war, siegte jetzt doch die Neugierte der Kinder zu erfahren, was in der anderen Schule genauso ist wie Zuhause oder was jeweils anders gemacht wird. Mit dem Fach „Ethik“ zum Beispiel, das den Religionsunterricht mit ersetzt, wussten die Odendorfer Kinder zunächst gar nichts anzufangen. Aber auch so alltägliche Fragen wie nach der Einwohnerzahl von Hochkirch, welche Fächer etwa unterrichtet werden oder wie es mit weiterführenden Schulen aussieht, interessieren die Kinder. Im Mai 2002 schickten die Odendorfer Kinder ihre Briefe ab, nach den Sommerferien waren die Antworten da. Im Rahmen der Hausarbeiten und begleitet durch den Unterricht sind jetzt die Antwortbriefe, teils mit Zeichnungen oder Bilder versehen, gefertigt worden.
Die Partnerchaft soll weitergeführt werden
Im Klassenzimmer haben die Kinder die bisher gesammelten Informationen über Hochkirch an ihre Pinnwand gehängt. Nun hängt dort auch ein Wimpel der Gemeinde Swisttal, den Bürgermeister Maack den Kindern mitbrachte.. Ein zweiter Wimpel wird in den nächsten Tagen mit den Briefen in die Hochkircher Grundschule geschickt. Dorothee Teschke: „Die Partnerschaft soll sich kontinuierlich weiterentwickeln. Das Problem der Schulen ist natürlich das die Kinder wie in dieser 4. Klasse im nächsten Jahr auseinander gerissen werden. Aber die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse sollen dann die Kontakte weiter halten.“
Die Kinder jedenfalls präsentierten stolz ihre Antwortbriefe und werden bald gespannt auf die Antworten warten. - RFW -
(Der untere Linke führt zur Webseite von Hochkirch)